von Herrmann Sempf

Die Fußball-Bördeoberliga

In der Bördeoberliga hat der SV Seehausen verdient den Titel gewonnen, Kali Wolmirstedt ist verdient abgestiegen. Der 30. und letzte Spieltag der Bördeoberliga-Saison 2014/2015 hatte es noch einmal in sich: Spannung bis zur letzten Sekunde und Tore satt. 7:3 hieß es zwischen Seehausen und Altenweddingen, 7:2 gewann Bülstringen gegen Kali Wolmirstedt, der Haldensleber SC II besiegte Gutenswegen/Klein Ammensleben mit 5:0 und der ISV Haldensleben verlor gegen Empor Wanzleben in der 94. Minute durch ein Tor von Michel Harms mit 2:4.Und genau dieser Treffer ist dafür verantwortlich, dass der ISV neben Kali Wolmirstedt absteigen muss. „Wir sind natürlich tief enttäuscht. Man kann den Abstieg aber nicht an dem letzten Spiel festmachen. Wir haben in der gesamten Rückrunde viel zu oft leichte Punkte liegengelassen", sagte ISV-Trainer Heiko Haensch. Aus seiner Sicht gab es auch einige Gründe, die zu diesem Absturz, nach der Hinrunde war man noch Siebter, geführt haben: Die schwache Chancenverwertung, das große Verletzungspech und auch die fehlende Einstellung. „Es müssen sich schon einige hinterfragen, ob sie für den Klassenerhalt auch wirklich alles getan haben.", Heiko Haensch, Trainer ISV Haldensleben. Trotz des Abstiegs in die Bördeliga wird der Kader überwiegend erhalten bleiben. Drei Abgänge gibt es dennoch: Mathias Wagner, Patrick Heider und Mustapha Camara werden den Verein verlassen.


Eine ganz andere Entwicklung legte dagegen der Ummendorfer SV hin. Nach der Hinrunde war das Team von Trainer André Linzert, der nach der Winterpause das Amt übernahm, mit neun Punkten Letzter. Am Ende der Saison wurde der USV mit 37 Zählern Zehnter. „Wir hatten nach der Hinserie natürlich eine schwere Ausgangsposition. Doch wir sind sehr zufrieden, dass wir den Nichtabstieg geschafft haben. Und zum Ende hin hätten wir auch gerne noch die 40 Punkte voll gemacht", sagte Linzert. Ausschlaggebend war dabei besonders eine Sache: „Als ich hier angefangen habe, habe ich den Jungs erzählt, dass es Erfolg nur über den Zusammenhalt gibt. Wenn du geschlossen als Mannschaft auftrittst, dann holst du auch die Punkte." Und auch beim System nahm er kleine Veränderungen vor. So spielt der USV mittlerweile nicht mehr mit Libero, sondern einer Viererkette.Wer bei Grün-Weiß Dahlenwarsleben antritt, braucht wahrscheinlich auch eine gute Viererkette. Das Team von Trainer Andreas Mucke ist an der Spitze die positive Überraschung. Mit 56 Punkten wurde man am Ende Vierter und hatte zeitweise sogar den zweiten Aufstiegsplatz im Visier. Vor den heimischen Fans ist Grün-Weiß „eine kleine Macht", so Mucke. Aus 15 Heimspielen holte sein Team zwölf Siege und drei Remis. Daher ist Mucke auch begeistert. „Ich bin mit der Saison höchst zufrieden. Für Dahlenwarsleber Verhältnisse ist das schon sensationell." Zugleich ist er aber auch der Meinung, dass das noch nicht einmal das Optimum war. Gerade am Anfang ließ seine Elf doch einige Punkte liegen. Besonders überrascht hat in der zweiten Halbserie Jan Wollenberg, der „sich richtig reingekämpft hat" und Felix und Paul Huß gut ersetzte.Wirklich kämpfen musste Meister Seehausen nur in einigen Spielen. Dafür war das gesamte Auftreten zu dominant. Bereits nach der Hinserie zeichnete sich ab, dass der SVS der Favorit auf den Titel ist. Lediglich nach der Winterpause, als es interne Spannungen zwischen der Mannschaft und dem damaligen Trainer Günter Braun gab, blieben die Ergebnisse etwas aus. Nach dem 7:1-Erfolg gegen Kali Wolmirstedt am 21. Spieltag wurde Braun entlassen, es übernahm Roland Zahn. Und der erfüllte seine Aufgabe und bescherte Seehausen den Meistertitel und Aufstieg in die Landesklasse.


Den Aufstieg hat auch der Haldensleber SC II geschafft. Ursprünglich war das nach dem Abstieg gar nicht das Ziel gewesen. Der Umbruch sollte langsam vollzogen werden. Doch Trainer Daniel Fest formte aus den vielen jungen Spielern eine stabile Mannschaft. Im Endeffekt hat der HSC II die Erwartungen, sowohl von den Ergebnissen als auch vom Auftreten her, mehr als erfüllt.Diese Einschätzung lässt sich auch auf die SG Bülstringen übertragen. Der Aufsteiger landete mit 38 Punkten auf Position acht, und konnte sich auch größtenteils aus dem Abstiegskampf heraushalten. Besonders zu verdanken ist das der starken Hinrunde, in der die SGB 25 Zähler einsammelte. Die Rückrunde war dann ein zähes Ringen um jeden Punkt, hier gab es nur noch 13.Knapp vor der SGB landeten der SV Gutenswegen/Klein Ammensleben (5. Platz, 44 Punkte), Oscherslebener SC II (6., 43) und SV Altenweddingen (7., 42). Alle drei waren in diesem Bereich erwartet worden, wobei der SVG doch mehr überraschte. Dagegen ist man in Altenweddingen sowohl mit den Punkten als auch mit dem Platz nicht zufrieden. Insbesondere der große Abstand zu den Aufstiegsplätzen verdeutlicht, wie weit der SVA in diesem Jahr zurücklag.Der TSV Niederndodeleben ist in gewisser Weise der tragische Held der Saison. Auf der einen Seite gelingt der Mannschaft von Trainer Jörg Müller mit Platz drei ein starkes Ergebnis. Auf der anderen Seite ging der mögliche Aufstieg knapp daneben.Empor Wanzleben hat im Gegenzug eine sehr schwierige Saison durchlebt. An die eigenen Erwartungen kam die Mannschaft nur punktuell heran, vielmehr bestimmte der Abstiegskampf das Gesehen. Unterm Strich ist es der neunte Platz geworden, der aber nur im Ansatz verdeutlich, wie sehr sich der erkämpft worden ist.Gleiches gilt für Irxleben II (11.) und den SSV Samswegen (12.), die fast nur um den Klassenerhalt spielen mussten. Das große Abstiegsduell zwischen Eintracht Gröningen (13.) und dem Flechtinger SV (14.) gab es am letzten Spieltag. Am Ende gewann zwar Gröningen mit 1:0, doch beide Vereine konnten die Klasse halten. Dennoch ist es nicht verwunderlich, dass Eintracht-Trainer Matthias Blesse „von einer enttäuschenden Saison" sprach. In erster Linie war dabei die sehr dünne Personaldecke das große Problem. Vor dieser Spielzeit wurde ein einstelliger Platz ausgegeben. Mit etwas Optimismus blickt Blesse auf die hinzukommenden Spieler aus der A-Jugend, die viel Potenzial haben. Auf der anderen Seite haben mit Nico Lemke (Oscherslebener SC II) und Sascha Althaus (TSV Hadmersleben) zwei wichtige Spieler den Verein verlassen.Viele Spieler werden sich auch vom SV Kali Wolmirstedt abwenden, der mit nur 13 Punkten sang- und klanglos abgestiegen ist. Von Beginn an spielte Kali nur gegen den Abstieg, die meiste Zeit war man Letzter. Der dünne Kader konnte den Ansprüchen der Bördeoberliga nie gerecht werden. Für Kali ist es zudem der zweite Abstieg in Folge, der aufgrund der schwachen Leistungen auch verdient ist.


Spiele und Tore
In den 240 Begegnungen gab es bei 57 Remis 110 Heim- und 73 Auswärtssiege. Dabei wurden 913 Tore (im Vorjahr 860) erzielt, was einen Schnitt von 3,80 ergibt. Häufigste Resultate waren das 1:1 (26mal), das 2:1 und das 3:1 (je 24mal). Während sieben Partien 0:0 endeten, lieferten sich Altenweddingen und Dahlenwarsleben beim 10:2 das torreichste Duell. Es war zugleich neben dem 8:0 von Irxleben II gegen Ummendorf der höchste Heimsieg. Auswärts gab es sechsmal Siege mit vier Toren Vorsprung als größten Unterschied. Vor der eigenen Kulisse blieb nur Dahlenwarsleben (39 Punkte) ungeschlagen. Auf fremden Plätzen nahm der Meister die meisten Zähler (29) mit. Der SV Seehausen stellte auch mit 89:38 Toren sowohl den besten Angriff wie die sicherste Abwehr. Ohne Auswärtsdreier blieb Kali Wolmirstedt mit lediglich zwei Remis.


Torjäger

Die Liste der erfolgreichsten Schüztzen führt Domenik Siegmund vom SV Seehausen mit 27 Treffern an. Es folgen Sebastian Huth (OSC II) mit 26, Martin Ruffert (SV Altenweddingen) mit 25, Marcel Müller (SG Bülstringen) mit 21, Björn Ohnesorge (Ummendorfer SV) mit 19 und Kevin Kaufmann (Grün-Weiß Dahlenwarsleben) mit 18 Erfolgen.


Aktive

Insgesamt liefen 479 Spieler auf den Rasen. Das meiste Personal setzten der HSC II (43), Irxleben II (40), Samswegen (37), Altenweddingen (33), der Oscherslebener SC II (32), Ummendorf (31), der ISV und Gröningen (je 30) ein. Die wenigsten Akteure benötigten Seehausen (23), Flechtingen (24), Wolmirstedt, Dahlenwarsleben, Gutenswegen/Klein Ammensleben (je 25), Niederndodeleben (26), Bülstringen (27) und Wanzleben (28). In allen Punktspielen für ihre Mannschaft wirkten Michael Feldheim (Wanzleben), Fabian Wischeropp (Dahlenwarsleben), Ramon Albrecht (Gröningen) und Martin Ruffert (Altenweddingen) mit.


Zuschauer

Zu den 239 ausgetragenen Begegnungen kamen insgesamt 14070 Fans (im Vorjahr 15570), womit im Durchschnitt 59 Anhänger je Spiel dabei waren. Die meisten Zuschauer (1762) sahen die Partien des ISV Haldensleben, der seine Spiele teilweise in Hundisburg austrug. Es folgen Dahlenwarsleben (1332), der HSC II (1139), Ummendorf (995), Altenweddingen (986), Irxleben II (976), Seehausen (931) und Bülstringen (892). Die wenigsten Anhänger verzeichneten Kali Wolmirstedt (496), der OSC II (503), Gröningen (564), Niederndodeleben (587), Samswegen (642), Gutenswegen/Klein Ammensleben (737), Wanzleben (753) und Flechtingen (775) in ihren Heimspielen. Regelrecht als Zuschauermagnet erwiesen sich die beiden Haldensleber Stadtderbys in Hundisburg (422) und an der Jahnallee (306). In der Gunst der Fans folgten das Eröffnungsspiel des ISV an der Lindenallee gegen die Gausebeger (235), die Lokalderbys zwischen Ummendorf und Seehausen (221 in Ummendorf, 172 in Seehausen) und das Gastspiel der Althaldensleber im Dahlenwarsleber Kuhstall-Stadion (165). Den geringsten Zuspruch fanden die Paarungen OSC II – Seehausen (0), Wolmirstedt – Irxleben II (10), Wolmirstedt – Seehausen (19), Niederndodeleben – Gutenswegen/Klein Ammensleben (20) und OSC II – Bülstringen (21).


Fairplay

Staffelleiter Rüdiger Lübke registrierte 963 Verwarnungen (im Vorjahr 998), 44 Ampelkarten (Vorjahr 64) und 32 Platzverweise (im Vorjahr 35). Die Gelben Karten in den Vereinen reichen von 35 für den HSC II bis 82 für die Irxleber Reserve. Bei Gelb-Rot war die Elf aus dem Wildpark mit sieben ebenfalls „Spitze“, während die Haldensleber Zweite und Gröningen hier ganz ohne blieben. Ohne Rote Kartons kamen Seehausen und Flechtingen aus, während Gutenswegen/Klein Ammensleben mit sechs und Irxleben II mit vier die meisten kassierten. Die fleißigsten Kartensammler bei den Verwarnungen waren Daniel Hoffmann (OSC II), Jens Lemgau (Gröningen) mit je 12, Mario Putz (Flechtingen), Steven Strobach (Irxleben II), Marcel Müller (Bülstringen) und Heiko Meinicke (Gutenswegen/Klein Ammensleben) mit je 11sowie drei Spieler mit je 10 „Gelben“. Für Steven Thiele vom SV Altenweddingen und Martin Buhtz vom SV Gutenwegen/Klein Ammensleben beginnt die kommende Serie aufgrund von Sperren später. Die Fairplay-Wertung gewann der HSC II vor Seehausen und Gröningen. Schlusslicht ist der SV Irxleben II. Kali Wolmirstedt reiste bei Eintracht Gröningen nicht an, somit musste dieser Vergleich aus der 26. Runde durch das Sportgericht mit einem 3:0-Sieg und drei Punkten für die Gastgeber gewertet werden.


Schiedsrichter und Assistenten

Insgesamt leiteten 21 Unparteiische die Begegnungen. Hinzu kamen zu 32 Ansetzungen Kollektive aus der Altmark. Die meisten Einsätze als Schiedsrichter absolvierten Heiko Borchers (SV Hötensleben/17), Gordon Gerhardi (TSV Hadmersleben), Helmut Harpke (SSV Samswegen/je 16), Klaus Stock (SV Altenweddingen), Danny Dmytriw (Blau-Weiß Neuenhofe/je 15), Daniel Schlüter (SG Klinze/Ribbensdorf/13) Ulrich Förster (HSV Colbitz) und Mathias Drewes (SV Irxleben/je 12). Als Assistenten standen Gerald Heuer (26), Heiko Stapel (beide TSV Wefensleben (19), Kurt Schröder (Eintracht Nordgermersleben), Bernd Scheer (Teutonia Siegersleben/je 15) und Egon Genz (HSV Colbitz/13) am häufigsten an der Seitenlinie.

Die Fußball-Bördeliga, Staffel 2

In der Staffel 2 der Fußball-Bördekreisliga zog der SV Hohendodeleben in der Serie 2014/15 einsam seine Kreise an der Tabellenspitze und schaffte nach drei Jahren die Rückkehr in die Kreisoberliga. Nach der 3:4-Auftaktpleite beim VfB Oschersleben startete der Vorjahreszweite durch und gab die am neunten Spieltag übernommene Spitzenposition nicht mehr ab. Mit einer starken Rückrunde sicherte sich der Eilslebener SV den zweiten Rang und mischt in der kommenden Serie erstmals in der Bördeoberliga mit. Dem ESV gelang es als einziges Team, den Staffelsieger im Frühjahr beim 1:0 zu schlagen. Mit zwei recht konstanten Halbserien holte sich die SG Empor Klein Wanzleben den dritten Rang. Die Verfolgergruppe mit allerdings schon sieben Zählern Rückstand führt der Harbker SV Turbine an. Dahinter setzten sich mit dem TSV Bregenstedt und dem Osterweddinger SV zwei Absteiger aus der Kreisoberliga. Der OSV – zur Winterpause noch Zweiter – verspielte in der Rückrunde mit nur noch 16 Punkten die gute Ausgangslage. Anschluss hielt der TSV Hornhausen als Siebenter. Im gesicherten Mittelfeld fanden sich Germania Wulferstedt II, der VfB Oschersleben, der SV Neuwegersleben, der SV Altenweddingen II, Eintracht Groß Rodensleben sowie auch die beiden Neulinge Domersleber SV und TSV Wefensleben wieder. Während die Domersleber im Frühjahr nur noch fünf Zähler holten, steigerte sich der TSV mit einem Zuwachs von 17 deutlich. Der TSV startet in der kommenden Serie in einer Spielgemeinschaft mit dem Harbker SV Turbine II auf eigenen Wunsch in der 1. Kreisklasse. Zudem meldete der SV Neuwegersleben für die kommende Saision keine Mannschaft. Der TSV Hadmersleben II bleibt dadurch als Tabellenletzter mit lediglich acht Punkten in der Bördeliga.


Namen und Zahlen

In den 210 Spielen gab es bei 28 Unentschieden 111 Heim- und 71 Auswärtserfolge. Der Ball landete 914 Mal im Netz, was 4,35 Treffer je Match im Schnitt ergeben. Häufigste Resultate waren das 3:0 (26mal) und das 2:1 (18mal). In drei Paarungen fielen gleich elf Treffer, ebenso oft gingen die Mannschaften vergeblich auf Torejagd. Beim 10:0 gegen Wefensleben gelang Harbke der höchst Heimsieg. Auf fremden Plätzen setzte sich Hohendodeleben beim 10:0 in Altenweddingen am klarsten durch. Nur der Staffelsieger blieb zu Hause ungeschlagen, gab lediglich beim 1:1 gegen die Bregenstedter Punkte ab. Auch auswärts war der SV Hohendodeleben mit 36 Punkten am erfolgreichsten. Das überragende Torverhältnis von 120:18 zeigt eine weitere Stärke des Tabellenersten. Die Liste de besten Schützen führt Michael Bohnstedt vom Harbker SV Turbine mit 28 Treffern an. Es folgen Martin Schulze (Bregenstedt ) mit 25, Daniel Tobisch (Hohendodeleben) mit 22, Norman Heger (Harbke) und Max Krellwitz (Bregenstedt) mit je 20 Toren. Der Staffelsieger kam durch das Sportgericht zu sechs Punkten und 6:0 Toren, da beide Neulinge dort in der Hinrunde nicht anreisten. Außerdem mussten das Spiel des TSV Wefensleben in Hornhausen und die Partie der Neuwegersleber in Altenweddingen jeweils mit 3:0 Toren und drei Punkten für die Heimteams gewertet werden, da die Gäste nicht antraten. Staffelleiter Bernd Scheer registrierte 668 Verwarnungen, 22 Ampelkarten und zwölf Platzverweise. Bei den Gelben Karten reicht die Spanne von 31 gegen Wulferstedt II bis 55 gegen Osterweddingen. Der VfB Oschersleben sammelte mit fünf die meisten Gelb-Roten Kartons. Bei den Roten Karten erwischte es Klein Wanzleben mit drei am häufigsten. Die Fairplay-Wertung gewann Wulferstedt II, blieb als einziges Team ohne Gelb-Rot und Rot, vor Harbke und Hohendodeleben. Schlusslicht ist hier Wefensleben.

Die 1. Fußball-Kreisklasse, Staffel 1

Durch die Reduzierung von zuvor vier auf drei Spielklassen im Landkreis Börde und der faktischen Verschmelzung der bisherigen zweiten und dritten Kreisklasse zur neuen ersten Kreisklasse wurden die Teams vor der Serie 2014/15 neu gemischt. In der Staffel 1 blieben die Mannschaften der letztjährigen 2. Kreisklasse größtenteils erhalten. Hier setzte sich am Ende der SV Blau-Weiß Elbe Glindenberg durch und schaffte so den Aufstieg in die Kreisliga. Der SV Heide Burgstall, bestätigte als Zweiter seine Rolle in der Spitze, nachdem man im vergangenen Jahr als Staffelsieger auf den Aufstieg verzichtet hatte. Beide verloren jeweils nur eine Begegnung, trennten sich in den Direktduellen mit einem Remis (2:2, 0.0). Zum Spitzenquartett gehörten daneben Eintracht Loitsche/Zielitz und der SV Groß Santersleben II. Dahinter führt Blau-Weiß Jersleben mit zehn Punkten Abstand zu „Santos II“ das Mittelfeld an, welches bis zu Eintracht Ebendorf II reicht. Auf dem letzten Rang liegt wie im Vorjahr der SSV Stern Elbeu II.


Namen und Zahlen

In den 182 Spielen gab es 70 Heim- und 81 Auswärtssiege sowie 30 Unendschieden. Dabei fielen 903 Tore (4,96 je Vergleich.) Hinzu kommt, dass die ausgefallene Begegnung zwischen Gutenswegen/Klein Ammensleben II und Elbeu II durch das Sportgericht für beide Teams mit 0:3 Toren als verloren entschieden wurde. Häufigstes Resultat war das 2:1, so endeeten gleich 21 Partien. Die höchsten Heimsiege feierten Elbeu II mit 17:1 gegen Angern II, Loitsche/Zielitz mit 14:0 gegen Elbeu II sowie Glindenberg und Loitsche/Zielitz mit 12:0 jeweils gegen Dahlenwarsleben II. Die meisten Heimpunkte erspielte sich Burgstall mit 30, die meisten Punkte von auswärts nahm der Staffelsieger mit 35 auf den Weg zurück. Heide und die Blau-Weißen blieben zudem auf fremden Plätzen ungeschlagen. Den besten Angriff besaß Ghlindenberg mit 119 reffern, während Burgstall mit 23 die wenigsten Gegentore zuließ. Die Liste der erfolgreichsten Schützen führt wie im Vorjahr (damals 22 Tore) Steffen Hoppe von Blau-Weiß Elbe Glindenberg mit 32 Toren an. Es folgen Elmar Andersson (Glindenberg) mit 27, Daniel Mathiebe (SSV Eintracht Loitsche/Zielitz) mit 26 und Julian Stadler (SV Groß Santersleben II) mit 21 Erfolgen. Es kamen 419 Spieler zum Einsatz, von denen sieben in allen Partien ihrer Mannschaft dabei waren. Den größten Kader stellten Elbeu II (41), Dahlenwarsleben II (37), Angern II, Samswegen II (je 36), Gutenswegen/Klein Ammensleben II (35), Ebendorf II (34) und Glindenberg (30). Mit den wenigsten Akteuren kamen Loitsche/Zielitz (21), Mahlwinkel, Burgstall (je 22), Hermsdorf (25), Meseberg/Groß Ammensleben (26), Groß Santersleben II und Jersleben (je 27) aus. Insgesamt passierten 6415 Zuschauer zu den 180 ausgetragenen Vergleichen die Stadiontore, womit durchschnittlich 36 Anhänger die Spiele verfolgten. Der SV Heide Burgstall konnte mit 748 die meisten Fans begrüßen, gefolgt von Mahlwinkel (718), Meseberg/Groß Ammensleben (616). Glindenberg (539), Loitsche/Zielitz (507), Samswegen II (427) und Angern II (423). Die wenigsten Besucher kamen in Groß Santersleben (292), Ebendorf (295), Dahlenwarsleben (317), Hermsdorf (360), Jersleben (369), Gutenswegen/Klein Ammensleben (400) und Elbeu (404). Staffelleiter Friedhelm Genz registrierte 402 Verwarnungen, 25 Ampelkarten und sechs Platzverweise. Bei den Verwarnungen reicht die Spannweite von 16 gegen Glindenberg bis 40 gegen Meseberg/Groß Ammensleben. Ohne Gelb-Rote Karten blieb kein Team, die meisten kassierten Elbeu II, Hermsdorf (je 4) und Dahlenwarsleben II (3). Die Roten Kartons mussten Angerrn II (2), Gutenswegen/Klein Ammensleben II, Hermsdorf, Groß Santersleben II und Ebendorf II (je 1) hinnehmen. Die Fairplay-Wertung gewann Glindenberg vor Burgstall und Loitsche/Zielitz. Das Sportgericht musste die Partien Dahlenwarsleben II – Groß Santersleben II und Meseberg/Groß Ammensleben – Elbeu II mit 3:0 für die Gegner werten, weil die Grün-Weißen und die Sterne nicht antraten. Zudem setzten Gutenswegen/Klein Ammensleben II (gegen Meseberg/Groß Ammensleben und Burgstall) sowie Angern II gegen Mahlwinkel jeweils Spieler unberechtigt ein, was entsprechende Wertungen zur Folge hatte. Es kamen 40 Schiedsrichter zum Einsatz. Thomas Mädlow (Grün-Weiß Dahlenwarsleben) leitete mit 15 die meisten Partien, gefolgt von Burkhardt Pastwa (Stern Elbeu/13), Michael Knochenmuß (HSC/12), Michael Tornow (Eintracht Nordgermersleben) und Julius Karlapp (Eintracht Ebendorf/je 11). Die durchschnittlichen Schiedsrichterkosten für die Vereine lagen bei 334,35 €.

Die 1. Fußball-Kreisklasse, Staffel 2

In der Staffel 2 der 1. Fußball-Kreisklasse holte sich in der Serie 2014/15 die Reserve des Osterweddinger SV souverän mit elf Zählern Vorsprung den Staffelsieg, ist aber nicht aufstiegsberechtigt. Somit darf der SV Seehausen II, der mit 27 Punkten eine starke Rückrunde hinlegte, als Tabellenzweiter nun in der Bördekreisliga spielen. Nach einem spannenden Dreikampf um Platz zwei landete Traktor Dreileben punktgleich als Dritter, Traktor Hohenwarsleben wurde mit einem Zähler weniger Vierter. Dahinter klafft eine große Lücke von sieben Punkten. Das Mittelfeld reicht so von Rot-Weiß Ackendorf bis zur SG Klein Wanzleben II/Groß Rodensleben II. Mit nur sieben Zählern abgeschlagen Letzter wurde Traktor Wellen, dass sich lediglich vier Unentschieden auf dem grünen Rasen erkämpfte. Die SG Klein Rodensleben zog drei Spieltage vor Hinrundenschluss die Manschaft vom Spielbetieb zurück. In der Winterpause musste dann auch der ISV Haldensleben die 2. Manschaft vom Spielbetrieb zurückziehen. Der TSV Schackensleben wurde wegen dreimaligen Nichtantrits fünf Spieltage vor Saisonende vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Alle Spiele von den drei Vereinen wurden aus der Tabelle entfernt und die Daten dieser Teams in der Statistik nicht mit einbezogen.


Namen und Zahlen

In den 132 Spielen gab es 63 Heimsiege 20 Unentschieden und 49 Auswärtserfolge. Dabei fielen 691 Tore, das ergibt 5,2 im Schnitt pro Match. Häufigste Resultate waren das 2:1 (11mal) und das 1:1 (10mal). Die höchsten Heimsiege feierten Osterweddingen II mit 12:0 und Ackendorf mit 12:1 jeweils gegen Wanzleben II. Auf fremden Plätzen setzte sich Traktor Hohenwarsleben mit 12:1 bei der SG Klein Wanzleben II/Groß Rodensleben II und mit 9:0 bei Traktor Wellen jeweils am klarsten durch. Torschützenkönig wurde Denny Nevvermann vom SV Seehausen II mit 38 Toren, gefolgt von Steven Hoheisel (Traktor Hohenwarsleben) mit 21 und Nico Kietzmann (Eintracht Nordgermersleben) mit 20 Toren. Den besten Angriff stellte Hohenwarsleben mit 98 Toren, die sicherste Abwehr besaß Osterweddingen II mit nur 27 Gegentoren. Die meisten Spieler setzten KleinWanzleben II/Groß Rodensleben II mit 46 und Osterweddingen II mit 38 Aktiven ein. Mit nur 20 Spielern kam dagegen Dreileben aus. Es verfolgten 3913 Zuschauer die Partien, was einen Schnitt von 30 Fans ergibt. Staffelleiter Heiko Schulze zählte 393 Verwarnungen, 20 Ampelkarten und 9 Rote Kartons. Die Fair-Play-Wertung gewann Eintracht Nordgermersleben vor Klein Wanzleben II/GroßRodensleben II. Die Spiele wurden von 48 Schiedsrichtern geleitet. Die meisten Einsätze absolvierten Ernst Feller (Rot-Weiß Ackendorf) mit 14, Günter Koch (SV Angern) mit 12 und Detlef Fricke (Grün-Weiß Süplingen) mit 9. Die Schiedsrichterkosten lagen bei 3123,92 Euro, was einen Schnitt von 23,66 Euro pro Spiel ergibt. Vier Spiele wertete das Sportgericht. Es betraf die Vergleiche vom 9. Spieltag Ackendorf gegen Wellen, vom 26 Spieltag Wellen gegen Wanzleben II, vom 27. Spieltag Osterweddingen II gegen Hundisburg und vom 28. Spieltag Hundisburg gegen Wanzleben II; alle Begegnungen gingen mit drei Punkten und 3:0 Toren für die Heimmanschaft in die Wertung, weil die Gäste nicht antraten.

Die 1. Fußball-Kreisklasse, Staffel 4

In der 1. Fußball-Kreisklasse, Staffel 4 dominierte in der Serie 2014/15 eindeutig der SC Germania Kroppenstedt und feierte mit dem souveränen Staffelsieg den Aufstieg in die Kreisliga. Die einzige Niederlage kassierte der SC Germania in der vierten Runde mit 1:3 in Eilsleben. Da der Tabellenzweite Eintracht Gröningen II auf sein Aufstiegsrecht verzichtete, wurde der Weg in die Kreisliga für Blau-Gelb Ausleben, dem Drittplatzierten frei. Mit zehn Punkten Rückstand führt Fortuna Hamersleben das breite Mittelfeld an, welches faktisch bis zur SG Barneberg/Hötensleben II auf Rang zwölf reicht, an. Deutlich leistungsschwächer zeigte sich das Trio am Tabellenende bestehend aus dem SV Schermcke, Turbine Krottorf und Teutonia Siegersleben.


Namen und Zahlen

In den 210 Spielen gab es 109 Heimsiege, 35 Remis und 65 Auswärtserfolge. Zudem wurde das in der letzten Runde aufgrund äußerer Umstände abgebrochene Match zwischen dem VfB Oschersleben II und dem Ummendorfer SV II mit 0:0 ohne Punkte für beide Teams gewertet. In den Partien fielen 1115 Tore, was 5,31 Treffern im Schnitt je Begegnung entspricht. Häufigste Resultate waren das 3:0 (17mal) und das 3:2 (13mal). Den höchsten Heimsieg feierte der Staffelsiegeger gegen die VfB-Reserve aus Oschersleben mit 12:0. Auswärts setzte sich Gröningen II mit 10:1 beim SV Schermcke am klarsten durch. Das torreichste Match lieferten sich Gröningen II und Kroppenstedt am letzten Spieltag beim 10:10-Remis. In vier Vergleichen fielen hingegen keine Treffer. Die Germania gewann alle ihre Heimspiele, hier blieb auch der Tabellenzweite (11 Siege, 3 Unentschieden) ungeschlagen. Die Liste der erfolgreichsten Schützen führt Patrick Voigt von Blau-Gelb Ausleben mit 36 Toren klar an. Dahinter platzierten sich Marc Günther (Fortuna Hamersleben) mit 25, Benjamin Rode (VfB Oschersleben II) mit 22), Andy Bendler (Eilslebener SV II), Marc Tangermann (SG Barneberg/Hötensleben II), Ralf Born, Tom Jacobs und Christian Köchy (alle Germania Kroppenstedt) mit jeweils 21 Treffern. Das Sportgericht musste die Partien Eilsleben II gegen Ummendorf II, Wormsdorf/Hakenstedt gegen Harbke II und Ummendorf II gegen Barneberg/Hötensleben II jeweils mit 3:0 Toren und drei Punkten werten, da die Gäste nich anreisten. Zudem trat Krottorf gegen Beckendorf und Gröningen II daheim nicht an, während Ummendorf II zu Hause nicht gegen Kroppenstedt auflief. Das 5:0 von Eilsleben II gegen Schermcke wurde am „grünen Tisch“ zu einem 3:0 für Schermcke. Wegen eines unberechtigten Spielers beim Gastgeber wurde das Match Schermcke gegen Harbke II (1:2) mit 0:3 gewertet. Staffelleiter Daniel Schlüter registrierte 499 Verwarnungen, 30 Ampelkarten und 12 Platzverweise. Die Gelben Karten reichen von 22 gegen Beckendorf bis 45 gegen Ausleben. Bei den Gelb-Roten Kartons traf es Barneberg/Hötensleben II mit sechs sowie Hamersleben und Kroppenstedt mit je vier am härtesten. Die meisten Roten Karten sammelte die Ummendorfer Reserve mit drei. Ohne Gelb-Rot und Rot kamen Wormsdorf/Hakenstedt, Krottorf und Schermcke aus. Die Spielgemeinschaft aus Wormsdorf und Hakenstedt gewann die Fairplay-Wertung vor Teutonia Siegersleben und Rot-Weiß Wackersleben.

 

Die Fußball-Kreisklasse der Frauen

In der Fußball-Kreisklasse der Frauen setzte sich in der Serie 2014/2015 die SG Empor Klein Wanzleben durch. Die Mannschaft von Trainerin Iris Bosse gewann 21 von 24 Punktspielen, holte sich den Hallenkreismeistertitel, den Kreispokal gegen Dahlenwarsleben und stellte mit Janine Lüdde, die 51 Treffer erzielte, auch die erfolgreichste Torschützin. Titelverteidiger Grün-Weiß Süplingen, zur Halbzeit noch punktgleich, musste am Ende erkennen, dass der Vorjahreserfolg nicht wiederholt werden konnte und nahm mit 62 Zählern hinter Klein Wanzleben mit 64 Zählern Platz zwei ein. Auf dem dritten Rang landete die 1. Mannschaft vom VfB Oschersleben mit 61 Punkten. Der SV Grün Weiß Potzehne aus der Altmark belegte am Ende Platz vier. Nach Rang vier im letzten Jahr sprang für die SG Grün-Weiß Dahlenwarsleben nun der 5. Platz heraus. Elbeu, dieses Jahr in einer Spielgemeinschaft mit Wolmirstedt, im Vorjahr auf Rang zwei, beendete die Saison auf dem 6. Tabellenplatz. Als Neuling gestartet, kam der SV Rot-Weiß Wackersleben auf einen guten siebenten Rang. Der Bebertaler SV, in der letzten Saison noch auf Platz zwölf, konnte sich auf den 8. Rang steigern. Die FSG HSC/Gr. Santersleben, im letzten Spieljahr noch mit 48 Zählern, nahm in diesem Jahr mit nur 22 Punkten den 9. Platz ein. Der TSV Völpke verteidigte seinen 10. Rang aus den vergangenen zwei Jahren und gewann sieben Partien. Nach der 8. Position im Vorjahr, blieb der 2. Mannschaft des VfB Oschersleben nur der 11. Platz mit 21 Punkten. Die SG Traktor Dreileben verbesserte sich in diesem Spieljahr um einen Platz auf Rang 12. Ohne einen Punkt Tabellenletzter wurde der SV Neubau, mehrere Partien wurden in Unterzahl und ohne Trainer bestritten, so kamen auch einige zweistellige Niederlagen zustande. Trotzdem versuchte die Mannschaft immer alles, um antreten zu können. Der SV Blau-Weiß Hermsdorf 09 zog sein Frauenteam zur Rückrunde aus dem Spielbetrieb zurück. In der kommenden Saison wird Süplingen auf Großfeld in der Altmark-Wendland-Liga spielen. Traktor Dreileben und die SG Elbeu/Wolmirstedt haben nicht mehr gemeldet.


Namen und Zahlen

In 156 Begegnungen gab es 71 Heimsiege, 12 Remis und 69 Auswärtserfolge. Vier Partien wurden durch das Sportgericht gewertet. Dabei fielen 1005 Tore, was einem Schnitt von 6,44 Toren je Spiel entsprach. Den höchsten Heimsieg erspielte sich Klein Wanzleben gegen Neubau mit 18:0. Auswärts kam Süplingen beim VfB Oschersleben II mit 14:0 zum klarsten Erfolg. Häufigstes Resultat war das 3:1, so endeten sieben Begegnungen auf dem Rasen. Die Liste der erfolgreichsten Torschützinnen führt Janine Lüdde von Empor Klein Wanzleben mit 51 Treffern an. Ihr folgen Svenja Rauhut von Grün-Weiß Süplingen mit 44 und Saskia Matthies vom VfB Oschersleben I mit 42 Toren. Die Schiedsrichter zückten 57 Verwarnungen, eine Ampelkarte gegen Klein Wanzleben und eine Rote Karte gegen Bebertal.Die Fairplay-Wertung gewannen Traktor Dreileben und Grün-Weiß Süplingen mit je zwei Verwarnungen, gefolgt vom SV Neubau und Rot-Weiß Wackersleben mit je drei Gelben Karten. In der Saison wurden vier Partien durch das Sportgericht gewertet. Die SG Elbeu/Wolmirstedt und Dahlenwarsleben traten jeweils nicht gegen Süplingen an. Der VfB Oschersleben II reiste nicht nach Dahlenwarsleben und die FSG HSC/Gr.Santersleben trat zu Hause gegen Potzehne nicht an. Die meisten Einsätze als Schiedsrichter absolvierten Frank Geßner (Traktor Dreileben), Heiko Stapel (TSV Wefensleben) mit je 12 und Heiko Borchers (SV Hötensleben) mit 11 Spielleitungen.